Karten, Karten, Karten...

Alle meine Karten...
Alle meine Karten...

Es ist vollbracht, die Tour steht - wenigstens als Linie auf dem Papier von Karte zu Karte. In Gedanken bin ich die Strecke während der letzten Monate zigmal gewandert. Jetzt muss ich es nur noch wirklich tun - loslaufen und dann immer weiter einen Fuß vor den anderen setzen bis ans Nordkap. 


Ich bin froh, dass ich nicht alle Karten von Anfang an mit mir herumzuschleppen brauche, denn dann müsste ich mich nachts damit zudecken und mir wohl auch Klamotten daraus basteln, weil ich für nichts anderes mehr Platz im Rucksack hätte. Zum Glück habe ich logistischen Support! Ohne wäre so eine Wanderung kaum möglich! Entlang der Strecke kann ich bei Familie und Freunden Nachschub deponieren, und es gibt liebe Menschen, allen voran meinen Mann, die mich zwischendurch für mehrere Tage oder Wochen begleiten und keine Mühen scheuen, allen möglichen Krempel durch halb Europa zu transportieren, damit ich bekomme, was ich brauche, beziehungsweise loswerde, was ich nicht mehr brauche. Euch allen schon jetzt tausend Dank für eure Unterstützung!!! 


Ich werde oft gefragt, warum ich keine digitalen Karten benutze. Vielleicht ist es wirklich sehr umständlich, was ich da mache, aber ich fürchte, ich bin einfach ein Papierkarten-Nerd. Natürlich nehme ich für die Planung zu Hause digitale Karten zu Hilfe, aber unterwegs will ich nicht bloß einen Display-Ausschnitt vor der Nase haben, sondern abends im Zelt die ganze Wanderkarte auffallen können und auf einen Blick sehen, was ich heute geschafft habe und was morgen auf mich wartet. Außerdem sind Papierkarten weniger störanfällig, sie funktionieren ohne Akku, fallen nicht plötzlich aus wegen irgendwelcher Updates, und ich kann sie auch bei grellem Sonnenschein noch gut lesen!