Tag 227 - 5589 Bäume

Heute fühlt sich das Wetter wieder herbstlich an, und auch die jetzt schon verblühten Weidenrösschen zeigen mir, dass der Sommer hier oben etwas eher zu Ende geht. 

Das Licht ist trüb, und fast den ganzen Tag liegt ein leichter Nieselregen in der Luft.

Zeit für die Signal-Garderobe.

Bernoscha wirft sich seine neue Regenjacke der Firma Toppits über, die wir, nachdem er neulich so hoffnungslos nass war, im letzten Supermarkt für ihn erworben haben. 

Auch ich trage mal wieder meine Lieblingshose, die inzwischen deutliche Gebrauchsspuren zeigt. 

Leider hatte Toppits für mich nichts Passendes bzw. auch nur annähernd Formschönes im Angebot, und so hoffe ich auf eines der Sportgeschäfte oder (falls überhaupt) wahrscheinlich eher das Sportgeschäft in Jokkmokk. Ein paar Birken und Kiefern trennen mich allerdings noch von meiner potentiellen neuen Regenhose. 

Immerhin erreiche ich schon mal den richtigen Landkreis.

Ein paar Stunden später rennt ein Rentier vor mir davon. 

Zweimal ist kurz die Sonne zu sehen. 

Tja, das war's. Mehr ist beim besten Willen heute nicht passiert. Über zuviel Action kann ich mich nicht beklagen. Es ist zwar nicht spannend, dafür aber wirklich entspannend hier im Nichts. 

Mein Schlafplatz im Kiefernwald. Bei etwas mehr Sonne könnte ich behaupten, der See habe im Abendlicht zwischen den Stämmen geglitzert. So ist er einfach "nur" da, aber das ist ja auch schön. Und wie neulich schon einmal trompeten sehr fleißig die abziehenden Kraniche. Die haben's offenbar eilig, ins Wärme zu kommen. Kann ich gut verstehen, die letzten Nächte waren schon ordentlich kühl.