Teil 2 Süd, Von Malmö nach Göteborg

Meinen Weg in die City finde ich wie immer in großen Städten am besten entlang der Fahrradwege.

Gleich morgens ist der Himmel strahlend blau. Es ist so sonnig im vindskydd, dass ich zuerst glaube, ich hätte total "verschlafen" (also falls das ohne feste Arbeitszeiten überhaupt möglich ist). Doch mein Handy behauptet, es sei kurz nach sieben. Na gut, die Sonne steht tatsächlich noch nicht sehr hoch, aber sie ist schon erstaunlich hell und warm.

Nachdem die Morgensonne mein Zelt getrocknet hat, geht's los!

Nach vier "Fastentagen" kommt heute endlich mal wieder ein Supermarkt. Allerdings erst im 25 km entfernten Örtchen Fjärås. Ich muss also noch ein bisschen durchhalten mit meinen letzten Keksen.

Die Vögel zwitschern in den Bäumen rund um den Waldsee, ein kleiner Schmetterling flattert vorbei und in der Ferne rauscht der Wasserfall. Nachdem ich meinen Morgenkaffee getrunken habe, packe ich zusammen, nehme Abschied von meinem Schlafplatz und los geht's: Auf zu neuen Bäumen!

Ich wache auf, weil helles Licht ins Zelt scheint und die Vögel singen.

Als ich aufwache prasselt der Regen auf das Dach des vindskydds. Keine Überraschung, war ja angesagt. Ich richte mich im Schlafsack auf und schaue nach draußen: alles verschwommen. Na gut, vielleicht erstmal Brille auf. Doch die Sicht wird trotzdem nicht besser. Hoffnungslos Waschküche! Es gibt Tage, da sollte man sich einfach wieder hinlegen, weiterschlafen und ein Stündchen später nochmal neu starten. Im Alltag geht das natürlich meistens nicht, doch auf einer Wanderung ist es okay....

Trotz Raureif und frostinger Morgenkälte scheinen schon auf den ersten Metern blauer Himmel und Sonne durch die Zweige...

Heute ist karibischer Tag mit Kokos, White Chocolate und Schoko-Banane. Leider passt das Wetter nicht perfekt, aber egal: Ich ess mir die Welt, wie sie mir gefällt!

Wohl oder übel ziehe ich meine Cornyriegel-Waldluft-Diät zumindest tagsüber erfolgreich durch. Wobei was die Waldluft betrifft von Diät eigentlich keine Rede sein kann, denn davon hab ich reichlich.

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