Beim Wandern zählt jeder Schritt, und sei er noch so klein. Die Welt zu entdecken, das ist ohne Strom und Erdöl viel schöner, denn wer langsam ist, sieht mehr! Alles, was für ein glückliches Leben nötig ist, passt in einen Rucksack. Konsum verliert an Bedeutung, je mehr man wahrnimmt, was der Augenblick zu schenken hat. Man spürt ein Gefühl der Unabhängigkeit und es wächst das Vertrauen, aus eigener Kraft etwas bewirken zu können. Der Weg ist das Ziel und mit jedem Schritt wird das unmöglich geglaubte Wirklichkeit. 

 

Wandern gibt reichlich Gelegenheit, die Natur zu beobachten. Es ist ein unglaubliches Wunder, wie da draußen alles ineinander greift, wie die unterschiedlichsten Lebewesen nebeneinander existieren, aufeinander angewiesen sind und alles einen Sinn ergibt. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, es ist viel größer als alles, was wir Menschen je erschaffen haben. Wir haben nicht nur kein Recht, das alles zu zerstören, es ist auch entsetzlich dumm. Schließlich sind wir Teil dieses Ökosystems, und was wir da mit Füßen treten, ist unsere eigene Lebensgrundlage. Vieles, was wir so dringend zu benötigen glauben, wäre verzichtbar, doch sauberes Wasser, fruchtbarer Boden und Luft zum Atmen sind absolut essenziell und es gibt nichts Menschengemachtes, wodurch wir sie ersetzen könnten. Die intensive Beschäftigung mit unserer Umwelt außerhalb zivilisatorischer Einrichtungen verschiebt Prioritäten und rückt die Dinge ins rechte Licht. Sie lehrt Demut vor der Schöpfung und zugleich verleiht sie Mut aufzubegehren gegen das, was unseren Planeten zerstört.

 

Meine Wanderung quer durch Europa möchte ich zu einer Spendenaktion zum Schutz der Umwelt machen. An welche Organisation die Spenden gehen und in welches Projekt sie fließen sollen, steht noch nicht abschließend fest. Dazu werdet ihr an dieser Stelle demnächst genauere Informationen finden. Jeder Cent ist willkommen, denn jeder Cent zählt!