Noch einmal ganz herzlichen Dank für eure Spenden!!!

Kurz vor Weihnachten konnte die NaturfreundeJUGEND in Berlin 6975 Euro in den Senegal überweisen. Damit sind wir und seid ihr sogar um 400 Bäume übers Ziel hinausgeschossen. Schließlich bin ich ja "nur" 6575 km gelaufen. Es ist wunderbar, dass ihr noch eins drauf gesetzt habt!

Neulich bekam ich einen sehr freundlichen und wertschätzenden Brief von den Naturfreunden in Dakar. Ich finde, dass er nicht nur an mich, sondern an euch alle gerichtet ist, die ihr meine Wanderung auf die eine oder andere Weise unterstützt und damit überhaupt erst möglich gemacht habt.

Und eine Dankeschön-Doppelseite in der Zeitschrift der NaturfreundeJUGEND Berlin will ich euch ebenfalls nicht vorenthalten.

In Kürze werden die Naturfreunde im Senegal mit den Pflanzaktionen beginnen. Sobald es erste Fotos gibt, werden sie hier zu sehen sein. 


Während meiner Tour quer durch Europa habe ich im Rahmen einer Spendenaktion der Naturfreundejugend e.V. Geld für ein Klimaschutzprojekt im Senegal gesammelt. Dort geht durch den Anstieg des Meeresspiegels in erheblichem Maße Land verloren. Die Menschen versuchen, diesen Prozess aufzuhalten, indem sie Mangrovenwälder anpflanzen, um Bodenerosion zu verhindern. Das ist im Senegal gemessen an den Verhältnissen bei uns gar nicht so teuer. Für einen Euro kann bereits ein neuer Baum gepflanzt werden. Ich wollte pro Kilometer, den ich laufe, einen Euro Spenden sammeln.

1 km = 1 Euro = 1 Baum!

Betreut wurde die Aktion von der Naturfreundejugend e.V. in Deutschland. Der Verein macht sich stark für soziale und ökologische Gerechtigkeit, Naturschutz und sanften Tourismus. Die Idee für das Wiederaufforstungsprojekt stammt von den Naturfreunden-Senegal vor Ort. Es sind also nicht wir hier, die zu wissen glauben, was dort gebraucht wird.


Warum habe ich überhaupt Spenden gesammelt und was hat das mit dem Wandern zu tun?

 

Wandern gibt reichlich Gelegenheit, die Natur zu beobachten. Es ist ein unglaubliches Wunder, wie da draußen alles ineinander greift, wie die unterschiedlichsten Lebewesen nebeneinander existieren, aufeinander angewiesen sind und alles einen Sinn ergibt. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, es ist viel größer als alles, was wir Menschen je erschaffen haben. Wir haben nicht nur kein Recht, das alles zu zerstören, es ist auch entsetzlich dumm. Schließlich sind wir Teil dieses Ökosystems, und was wir da mit Füßen treten, ist unsere eigene Lebensgrundlage. Vieles, was wir so dringend zu benötigen glauben, wäre verzichtbar, doch sauberes Wasser, fruchtbarer Boden und Luft zum Atmen sind absolut essenziell. Es gibt nichts Menschengemachtes, wodurch wir sie ersetzen können. Das Unterwegssein in der Natur fernab zivilisatorischer Einrichtungen verschiebt Prioritäten und rückt die Dinge ins rechte Licht. Es lehrt Demut vor der Schöpfung und zugleich verleiht es Mut aufzubegehren gegen das, was unseren Planeten zerstört.

 

Beim Wandern zählt jeder Schritt, und sei er noch so klein. Die Welt zu entdecken, das ist zu Fuß viel schöner, denn wer langsam ist, sieht mehr! Alles, was für ein glückliches Leben nötig ist, passt in einen Rucksack. Konsum verliert an Bedeutung, je mehr man wahrnimmt, was der Augenblick zu schenken hat. Man spürt ein Gefühl der Unabhängigkeit und es wächst das Vertrauen, aus eigener Kraft etwas bewirken zu können. Der Weg ist das Ziel, mit jedem Schritt wird das unmöglich geglaubte Wirklichkeit und aus jedem Kilometer wächst ein Baum.